Sanierung Glockenturm

Sanierung
eines glockenturms

Hoch über den Dächern der Stadt Göttingen testete der Unternehmer Ernst Geismarus Ruhstrat Blitzableiter und baute zu diesem Zwecke 1925 den sogenannten „Himmelsruhturm“. Dieser ist mittlerweile denkmalgeschützt und das einzige verbliebene Gebäude des einst großen Betriebsgeländes der Familie Ruhstrat. Hier, in einer ruhigen Nebenstraße inmitten von Wohnhäusern aus den siebziger Jahren gelegen, ist 2013 ein einzigartiger Wohnkomplex entstanden. Der denkmalgerecht sanierte Turm, der nun attraktiven Wohnraum mit traumhaften Blicken über die gesamte Stadt und Umgebung bietet, geht eine aparte Kombination mit dem angrenzenden neugebauten Wohnhaus ein. Der historische Turm und der Neubau mit seiner klaren, modernen Formensprache stehen in bewusstem Kontrast zueinander und korrespondieren gleichzeitig miteinander. Ein verglaster Laubengang verbindet als Gemeinschaftsraum die beiden Wohneinheiten. Die hauptsächlich verwendeten Materialien Beton, Glas und Naturstein, die den Kontrast zum Himmelsruhturm betonen, prägen auch den Innenraum. So heben unverputzte Wände und Stützen bewusst die Tragkonstruktion aus Stahlbeton hervor. Auch in technischer Hinsicht sind die beiden Gebäude eng verbunden: Als Niedrigenergiehaus mit Brennwert- und Solartechnik versorgt der Neubau den Wohnturm mit Energie.


Baujahr: 2013
Nutzfläche Wohnhaus: 337 m²
Nutzfläche Turm: 224 m²S